Bibelwettbewerb 2024-2025:
“Angst und wie ich sie überwinde”

Helden werden bewundert für ihren unglaublichen Mut und ihre Fähigkeit, große Herausforderungen zu meistern. Doch was ist mit denen, die im Schatten dieser Helden stehen? Auch sie haben Kämpfe zu bestreiten und müssen Ängste überwinden. Entdeckt Figuren der Bibel, die oft übersehen werden und wie sie mit dem Thema Angst umgehen. Lasst Euch anstecken von ihrem Mut und ihrer Stärke!


Ein Wort an die Multiplikatoren

Liebe Schulleiterin, lieber Schulleiter,
liebe Lehrerinnen, liebe Lehrer,
liebe Katechetinnen, liebe Katecheten,

im kommenden Schuljahr 2024/25 veranstaltet die Bibelgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (MPBG) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie verschiedenen Bildungsträgern erneut einen Bibelwettbewerb, zu dem wir Sie und Ihre Schule herzlich einladen. Zu dem Thema „Angst. Und wie ich sie überwinde“ freuen wir uns auf die Beiträge ihrer Schülerinnen und Schüler.
Auch in Ihrem Arbeitsalltag begegnen Ihnen sicherlich Kinder und Jugendliche mit Ängsten und der Suche nach Antworten auf das, was sie umtreibt. Selten waren Kinder und Jugendliche in ihren Vorstellungen von dem, was einmal werden wird, so klar und gleichzeitig darüber so besorgt. Mit dem kommenden Wettbewerb möchten wir eine Gelegenheit schaffen, Ausdrucksformen für das zu finden, was im Alltag Angst macht und Sorgen über die Zukunft bereitet.
Die Bibel erzählt davon, wie Menschen ihren eigenen Ängsten begegnen und in ihrer Mutlosigkeit auch mit Gott ringen. Sie finden eigenen Mut und Stärke und entdecken Wege, ihre Zukunft zu gestalten. Schülerinnen und Schüler aller Schulformen von der ersten bis zur zwölften Klasse laden wir deshalb ein, sich mit vorbereiteten oder selbstgewählten Bibeltexten auseinanderzusetzen, sie für sich zu entdecken und kreativ umzusetzen.
Weitere Informationen zum zeitlichen Ablauf des Bibelwettbewerbs, Bewertungskriterien und Preisen stellen wir hier ab August zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Propst Tobias Sarx, Vorsitzender MPBG

Paul Gohlke, Geschäftsführer MPBG

Katja Ellenrieder, Referatsleiterin für Angelegenheiten
der Kirchen und Glaubensgemeinschaften im WKM

Biblische Texte zum Wettbewerb

1. Moses mutige Schwester | Exodus 2,1-10

Sich für diskriminierte und bedrohte Menschen einzusetzen, erfordert Mut – besonders dann, wenn man sich dadurch selbst in Gefahr bringt. Ein junges jüdisches Mädchen überwindet seine Angst. Sie rettet ihrem Bruder Mose das Leben und ändert damit den Lauf der Geschichte.

Und es ging hin ein Mann vom Hause Levi und nahm eine Tochter Levis zur Frau. Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn. Und als sie sah, dass es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate. Als sie ihn aber nicht länger verbergen konnte, nahm sie ein Kästlein von Rohr für ihn und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind hinein und setzte das Kästlein in das Schilf am Ufer des Nils. Aber seine Schwester stand von ferne, um zu erfahren, wie es ihm ergehen würde.
Und die Tochter des Pharao ging hinab und wollte baden im Nil, und ihre Dienerinnen gingen am Ufer hin und her. Und als sie das Kästlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und ließ es holen. Und als sie es auftat, sah sie das Kind, und siehe, das Knäblein weinte. Da jammerte es sie, und sie sprach: Es ist eins von den hebräischen Kindlein.
Da sprach seine Schwester zu der Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und eine der hebräischen Frauen rufen, die da stillt, dass sie dir das Kindlein stille? Die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Geh hin. Das Mädchen ging hin und rief die Mutter des Kindes. Da sprach die Tochter des Pharao zu ihr: Nimm das Kindlein mit und stille es mir; ich will es dir lohnen. Die Frau nahm das Kind und stillte es.
Und als das Kind groß war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es ward ihr Sohn, und sie nannte ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.

2. Hananias geht zu Paulus | Apostelgeschichte 9,10-19

Saulus, vor ihm haben sie immer gewarnt! Er verfolgt andere, lässt sie verhaften, manche verlieren alles seinetwegen. Wer ist so verrückt, sich auf einen solchen Menschen einzulassen? – Hananias überwindet diese Angst und lässt sich ein. Dass Saulus sein “Bruder” ist, fällt ihm wie Schuppen von den Augen.
In Damaskus lebte ein Jünger namens Hananias. Dem erschien der Herr und sagte zu ihm: Hananias!« Hananias antwortete: »Hier bin ich, Herr!« Der Herr sagte: »Steh auf und geh in die Gerade Straße. Dort sollst du im Haus von Judas nach Saulus aus Tarsus fragen. Er ist dort und betet. In einer Erscheinung hat er einen Mann namens Hananias gesehen. Der kam zu ihm und legte ihm die Hände auf, damit er wieder sehen konnte.« Hananias antwortete: »Herr, ich habe schon viel von diesem Mann gehört. Er hat deinen Heiligen in Jerusalem viel Böses angetan. Und jetzt ist er mit einer Vollmacht von den führenden Priestern hierhergekommen. Er will alle festnehmen, die deinen Namen anrufen.« Aber der Herr sagte zu ihm: »Geh nur hin! Denn gerade ihn habe ich mir als Werkzeug gewählt. Er soll meinen Namen bekannt machen – vor den Völkern und ihren Königen wie auch vor dem Volk Israel. Ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss, weil er sich zu mir bekennt.« Da machte sich Hananias auf den Weg und ging in das Haus. Er legte Saulus die Hände auf und sagte: »Saul, mein Bruder, der Herr hat mich gesandt – Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist. Du sollst wieder sehen können und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.« Sofort fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen, und er konnte wieder sehen. Er stand auf und ließ sich taufen. Dann aß er etwas und kam wieder zu Kräften.

3. Vor wem sollte ich mich fürchten? | Psalm 27

Manchmal bin ich locker drauf, mutig und stark. Es gibt aber auch Tage, da lähmt mich die Angst. Darüber rede ich dann nicht gern. Oder ich habe nicht einmal Worte dafür. Wie gut wäre es, wenn dann einer an meiner Seite ist, versteht, hilft, tröstet. Der Psalm 27 kleidet diese Angst in Worte.

Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?
Wenn die Übeltäter an mich wollen, mich zu verschlingen, meine Widersacher und Feinde, müssen sie selber straucheln und fallen.
Wenn sich auch ein Heer wider mich lagert, so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht; wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn.
Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn und seinen Tempel zu betrachten.
Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, / er birgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen.
Und nun erhebt sich mein Haupt über meine Feinde, die um mich sind; so will ich opfern in seinem Zelt mit Jubel, ich will singen und Lob sagen dem Herrn.
Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir!
Mein Herz hält dir vor dein Wort: / »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, verstoße nicht im Zorn deinen Knecht! Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab, du Gott meines Heils!
Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der Herr nimmt mich auf.
Herr, weise mir deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn um meiner Feinde willen.
Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde!
Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf und tun mir Unrecht.
Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des Herrn im Lande der Lebendigen.
Harre des Herrn! Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn!

4. Macht euch keine Sorgen! | Matthäusevangelium 6,25-34

Die Angst, was morgen wird, zu überwinden und Gott zu vertrauen, kann herausfordernd sein. Jesus ermutigt, sich keine Sorgen um Essen, Trinken oder Kleidung zu machen. Sogar Vögel und Blumen werden von Gott versorgt. Wie viel mehr wird er für Menschen sorgen?

Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben – was ihr essen oder trinken sollt, oder um euren Körper – was ihr anziehen sollt. Ist das Leben nicht mehr als Essen und Trinken? Und ist der Körper nicht mehr als Kleidung? Seht euch die Vögel an!
Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte in Scheunen. Trotzdem ernährt sie euer Vater im Himmel. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben nur um eine Stunde verlängern? Und warum macht ihr euch Sorgen, was ihr anziehen sollt? Seht euch die Wiesenblumen an: Sie wachsen, ohne zu arbeiten und ohne sich Kleider zu machen. Ich sage euch: Nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit war so schön gekleidet wie eine von ihnen. So schön macht Gott die Wiesenblumen. Dabei gehen sie an einem Tag auf und werden am nächsten Tag im Ofen verbrannt. Darum wird er sich noch viel mehr um euch kümmern.
Ihr habt zu wenig Vertrauen! Macht euch also keine Sorgen! Fragt euch nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Um all diese Dinge dreht sich das Leben der Heiden. Euer Vater im Himmel weiß doch, dass ihr das alles braucht. Strebt vor allem anderen nach seinem Reich und nach seiner Gerechtigkeit – dann wird Gott euch auch das alles schenken. 34Macht euch also keine Sorgen um den kommenden Tag – der wird schon für sich selber sorgen. Es reicht, dass jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten hat.«

Teilnahme

Wer Schülerin oder Schüler, Konfirmand oder Firmling ist, kann allein, mit seiner Klasse oder Gruppe teilnehmen – wir freuen uns über Beiträge aus allen Schulformen und Klassenstufen sowie aus kirchlichen Kinder- und Jugendgruppen.

Beiträge

Hauptsache kreativ! Comics, Reels, Filme (bis 15 Minuten); Präsentationen, Podcasts und Hörspiele; Installationen, Skulpturen, Texte (bis 10 Seiten) und Gedichte – das und mehr ist möglich. Die Präsentationsform, die euren Ideen am besten dient, solltet ihr wählen.

Bewerten und Gewinnen

Alle Beiträge werden unter Berücksichtigung eures Altes von einer unabhängigen Jury begutachtet und die Preisträger ermittelt. Weitere Details dazu werden im August 2024 ergänzt.